Weltmeisterschaft der Junioren in Narromine, Australien. Ein Bericht von Philipp Schulz

LX Zeus 2.8 – Erfahrungsbericht

Nachdem mir bei der Vorbereitung der vereinseigenen ASW19 auf die Junioren WM in Australien auffiel, dass aus dem verbauten SB8 Vario immer noch kein Moving Map System geworden war, rief ich relativ kurzfristig bei Dieter Schwenk an und fragte nach einem Leihgerät. Er tätigte ein paar Anrufe und kurze Zeit später konnte ich ein LX Zeus 2.8 in Münsingen abholen. Genau das wonach ich gesucht hatte. An einem Vormittag hatte ich das Gerät eingebaut, konnte aber aufgrund der anstehenden Containerverladung keinen Testflug in Deutschland mehr tätigen. Als sich dann der Container verspätete und aus den 3 Wochen die der Flieger vor WM Start in Narromine sein sollte eine Woche wurde, bekam ich schon leichte Bedenken ob der kurzfristige Systemwechsel eine gute Idee gewesen war. Den ersten Testflug nahm ich dann mit der Grundeinstellung vor. Das Vario überzeugte mich direkt und auch das Umstellen von Sollfahrtgeber auf Netto-Tragen schaffte ich während des Fluges. Abends stand dann das Umstellen der Nav-Boxen und die sonstigen Darstellungen an die ich im Wettbewerb benötigte. Die Bedienung des Geräts ist logisch und einfach. Die Bedienungsanleitung hatte ich sicherheitshalber zwar dabei, musste sie aber nicht einmal zur Hand nehmen. Mit den beiden Druck-Drehtastern findet man sich problemlos im Menü zurecht. Nach einer knappen Stunde hatte ich das Zeus auf meiner doch recht anspruchsvollen Einstellung. Während dem Wettbewerb habe ich dann nur noch ein bisschen mit den Farben gespielt.

Bei den vielen AATs die wir fliegen mussten war das Zeus Gold wert. Der Wendepunkt im Sektor lässt sich während dem Flug schnell durch die beiden Drehregler einstellen. Die beiden Nav-Boxen „ReqSpeed“ und „ETA“ brachten mir einen Tagessieg bei einer 2:30h AAT mit einer Aufgabenzeit von 2:30:01 ein. Auf die Sekunde genau stimmen diese beiden Berechnungen. Auch der Endanflugrechner, bei dem ich mir die benötigte Gleitzahl und die Ankunftshöhe bei eingestelltem MC anzeigen lasse, passte immer sehr gut. Die bisher bei der Aufgabenprogrammierung fehlende Möglichkeit den Zielkreis in der Höhe zu verstellen umging ich indem ich die persönliche Sicherheitshöhe hochdrehte. Das sollte man beim nächsten Update noch beheben.

Das LX Zeus 2.8 war für mich das ideale Instrument für die WM. Es war schnell eingebaut, funktionierte zuverlässig und lies keine Einstellung vermissen. Durch das einfache importieren von Daten über den USB-Portkonnte man schnell neue Wegpunktdateien einbinden (was bei der WM öfters vorkam) und auch die Flüge schnell auslesen und direkt abgeben. Da in Australien die Luftraumsituation ziemlich entspannt ist und ich in der ASW19 ein Butterfly Display habe war das 2,8 Zoll große Display auch nicht zu klein. Will man eine Luftraumübersicht und die Flarm Ziele angezeigt haben, sollte man aber zu einem größeren Display greifen. LX Navigation bietet einem mit den 4,3, 5,5 und 7,0 Zoll großen Displays genügend Auswahlmöglichkeit.

Vielen Dank an das LX Navigation Team für die Bereitstellung des Zeus! Es hat auf jeden Fall zu meinem Vizeweltmeister beigetragen.

liebe Grüße Philipp


... von Thilo Scheffler erhielten wir folgendes mail zur Veröffentlichung - Vielen Dank Thilo

Ein dickes Dankeschön!!

Fliegen Downunder mit neuem Rechner!

Was mir für Antritt meiner Reise nach Narromine den größten Kopfschmerz bereitet hat, war die Funktionalität meines Bordrechners! Kaum zu glauben, wenn man bedenkt was alles schief gehen kann aber so war´s... Vor der Reise haben wir Teile des E-Varios eingeschickt, weil es von Zeit zu Zeit Probleme mit der Validität der IGC-Dateien gab. Ein kleines Problem mag man meinen. „Nimm halt noch nen zweiten Colibri mit“ oder „nimm doch die Flarm Datei als Back-up“  alles gut gemeinte Ideen, die ich gerne angenommen hätte, allerdings gab es da einen kleinen Haken. Das Vario hat eine AHRS-Plattform mit der Möglichkeit nach einem künstlichen Horizont und somit ohne Sicht zu fliegen. Diese Funktion lässt sich zwar für Wettbewerbe sperren, doch ist die Sperre, die in der IGC-Datei protokolliert ist, hinfällig, wenn die gesamte Datei nicht valide ist.

Eine Woche vor unserem Aufbruch nach Australien wurde uns die überprüfte Vario-Einheit zurückgeschickt und ich hatte Hoffnung, dass nun alles funktioniert. Beim ersten Flug in Narromine liefen auch alle Funktionen mit Ausnahme der Windberechnung einwandfrei und nachdem wir noch die Quelle des Stat. Drucks geändert haben, funktionierte auch diese. Flug ausgelesen- Flug hochgeladen- „Autocomment: Die Datei ist invalid, Grund unbekannt. Bitte nimm mit dem Hersteller oder Händler Kontakt auf (nicht mit dem OLC) – Danke.“

Na toll! Aber kein Grund zur Sorge! Dank unglaublich guter Unterstützung von allen Seiten hatten wir vom Querruder bis zum Ersatz- Fahrwerk alles dabei! Dank Dieter und Heiko, der als Helfer und Coach des deutschen Teams fantastische Arbeit geleistet hat, hatten wir auch Zugriff auf insgesamt drei LX EOS!!

Ein kurzes „Heiko, ich hab mal ne Frage“ hat genügt und eine knappe Stunde später war das alte Vario draußen und das EOS drin. Dann noch ein kurzer Crash-course über die wichtigsten Funktionen und es konnte losgehen. Mein Erster Eindruck: Das Menü ist sinnhaft aufgebaut und das Vario intuitiv zu bedienen. Sogar eine Bluetoothschnittstelle ist integriert und dank eingebautem Akku kann auch mal das ganze Bordnetz ausfallen; das EOS läuft weiter. Einzig an die neue Akustik musste ich mich noch gewöhnen.

Flug ausgelesen- Datei valide- das war pure Erleichterung! jetzt konnte die WM losgehen!

Schnell habe ich mich an das EOS und seine einfache Bedienung gewöhnt und viel schöne Flüge damit gemacht. Auch wenn der ein oder andere Tag mal nicht ganz rund lief; am Vario lag es nicht!

Mit durchweg ordentlichen Ergebnissen in der Gesamtwertung haben wir uns gut präsentiert und im Team den WM-Titel nach Deutschland geholt!


Weltmeisterschaft der Junioren in Narromine, Australien. Ein Bericht von Simon Schmidt-Meinzer.

Vom 1. bis 12. Dezember 2015 durfte ich an der Weltmeisterschaft der Junioren in Narromine 400 km nord-westlich von Sydney teilnehmen. Im Hinblick auf diesen Wettbewerb hat mir LX Navigation bereits im Frühjahr ein LX Zeus 5.5 und ein LX Eos leihweise zur Verfügung gestellt. So hatte ich die Möglichkeit mich perfekt mit dem System vorzubereiten.Schon Anfang September haben wir alle Flugzeuge verladen und auf die lange Überfahrt nach Australien geschickt. Als wir dann die Flugzeuge auf dem Flugplatz ohne große Schäden wieder auspacken konnten waren wir sehr froh und konnten direkt mit dem Training beginnen.

Schon in der Flugvorbereitung und nach dem ersten Flug lernte ich zu schätzen, wie wertvoll es für mich war mein eigenes Flugzeug mit bester Ausstattung dabei zu haben.Während viele der anderen Wettbewerbsteilnehmer große Probleme mit der Technik ihrer gecharterten Flugzeuge hatten, konnte ich meine Flugtage stets sorgenfrei beginnen. Das Einlesen der neuen Luftraum, Wendepunkt und Außenlandedateien war problemlos über USB möglich. Auch das einfache Auslesen der Flüge mit USB-Stick ist beim Wettbewerb von großem Vorteil, da es Strafen für zu späte file-Abgabe gibt. Zusätzlich waren auch Heiko und Oliver Schwenk vor Ort und boten allen LX Navigation Piloten einen super Service. Danke dafür!Trotz der harten Bedingungen in Australien durch große Hitze, sehr starke Sonneneinstrahlung und viel Staub hatte ich nie Probleme mit meinen Instrumenten.

Am zweiten Wertungstag bekam ich kurz nach dem Abflug Schwierigkeiten mit meiner Elektronik: Mein Batteriestecker hatte sich unter der Last meiner beiden Trinksäcke und der sehr ruppigen Thermik gelöst. Glücklicherweise konnte ich dank des internen Akkus im LX Eos die Aufgabe weiterfliegen bis ich den Stecker im Gepäckfach mit den Händen über Kopf wieder einstecken konnte. Als Zweitlogger hatte ich meinen Colibri II angemeldet und so musste ich keine Angst um ein valides IGC-File haben. Nachdem der erste Tag ja neutralisiert wurde, konnte ich so mit einem Platz im Mittelfeld in den Wettbewerb starten. Am nächsten Tag lief es sehr gut doch mit dem 4. und 5. Wertungstag folgten leider zwei schlechtere Tage und ich landete in der Gesamtwertung auf dem 14. Platz. Mit guten bis mittleren Wertungen konnte ich mich gemeinsam mit meinen Teamkollegen Philipp und Robin in den folgenden Tagen auf den 4. Platz in der Gesamtwertung vorarbeiten.

Es war eine großartige Erfahrung auf dieser Weltmeisterschaft fliegen zu dürfen und dabei die außergewöhnlichen Wetterbedingungen in Australien kennen zu lernen.



Bericht:

SpoSo-Jahr mit dem LX Zeus 5.5
Im Januar erfuhr ich dass ich für das Jahr 2015  als einer der 4 Sportsoldaten ein Zeus 5.5 zur Verfügung gestellt bekomme. Diese Nachricht hat mich natürlich sehr gefreut, schließlich befand sich bis zu diesem Zeitpunkt nur ein System mit IPAQ gekoppelt ans Flarm in unserem Vereins-Jantar. Das gab den Anlass das Instrumenten-Brett nochmal vor dem Jahr komplett neu zu machen. Rechtzeitig vor Beginn der Wettbewerbssaison konnte ich alle Systeme ins Flugzeug einbauen. Schon hier freute ich mich über das Plug&Play Prinzip des Zeus, einfach die Stromversorgung an das Bordnetz anschließen und das Vario und den Colibri an die Beschrifteten Buchsen einstecken und einschalten. Die Software-Installation erwies sich ebenso als recht simpel.
Von Anfang an kam ich gut mit der Bedienung des Zeus klar. Im Gegensatz zu ähnlichen Produkten anderer Hersteller verfügt das Zeus nur über 2 Drehschalter, welche dafür aber multifunktional (Bestätigen und drehen) sind. Jeder der 8 Taster besitzt eine fest zugeordnete Funktion, ebenso wie die Drehschalter. Dieses Konzept hat mich sehr überzeugt, da es so auch die Menüstruktur für Neulinge viel eher verständlicher macht, als wenn man sich mit z.B. 4 bzw. 8 nicht-multifunktionalen Drehschaltern und Tastern durch undurchsichtige Menüführungen drücken müsste. 
Die Anzeige der Informationen und die Anordnung der Taster ist so sinnig gewählt, dass ich während des Fluges nur sehr selten am Gerät etwas verstellen muss. Wenn es dann doch einmal der Fall ist gelange ich mithilfe weniger Knopfdrücke in die gewünschte Anzeige und kann mich so recht schnell wieder aufs Fliegen konzentrieren. Der Bildschirm ist auch unter Sonneneinstrahlung sehr gut abzulesen.
Verändert man in einem Untermenü etwas, so muss man anschließend nicht daran denken irgendeine Änderung zu speichern, um sie geltend werden zu lassen. Alle neu eingestellten Änderungen werden automatisch gespeichert. Besonders bei angespannten Situationen während des Fluges kann man so mithilfe der Escape Taste zügig in den Hauptbildschirm zurückkehren, ohne ausversehen etwas zu löschen.
 
Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem Zeus, da es durch die Auslegung auf den Wettbewerbssegelflug genau meinen Anforderungen entspricht. Die dennoch leicht zu bedienende Menülogik mit Fokussierung auf das Wichtigste macht das Zeus meiner Meinung nach jedoch auch für Vereine attraktiv.


Ein Bericht von Simon Schmidt-Meinzer

Pribinacup 2015 in Nitra, Slowakei

Vom 03-11.04.2015 veranstaltete der Aeroclub Nitra den Pribinacup. Der C-Kader nutzte den Wettbewerb als Trainingsmaßnahme für die kommende Junioren-WM in Australien.In dieser Woche hatte ich die Chance das neue LX EOS zusammen mit dem LX Zeus 5.5 in meiner LS 1f ausführlich zu testen.Pünktlich kurz vor Wettbewerbsbeginn konnte ich die Geräte einbauen und absolvierte am Trainingstag meinen ersten Flug mit dem neuen System.Dank der intuitiven Bedienung und der Unterstützung des gesamten LX Navigation Teams kam ich bereits am ersten Wertungstag sehr gut mit den Geräten klar.Mit dem neuen LX EOS war, vor allem im Vergleich zu anderen Systemen, keine Umgewöhnungsphase nötig und es hat mich bereits im ersten Flug durch seine präzise, schnelle und angenehme Anzeige überzeugt. Das LX Zeus 5.5 unterstützt das Wettbewerbsfliegen besonders durch die einfache Bedienung, die Schnelligkeit und Übersichtlichkeit. Auf dem großen Bildschirm sind Lufträume sowie Wendesektoren bereits frühzeitig zu erkennen. Dadurch war eine gute Flugwegplanung immer möglich. Die Beschriftung der Tasten vereinfacht eine schnelle Bedienung zusätzlich.

Ich freue mich das LX Zeus und LX EOS auch auf der Deutschen Meisterschaft in Zwickau sowie der Weltmeisterschaft der Junioren in Narromine/ Australien nutzen zu können und blicke zurück auf eine erfolgreiche Woche mit vielen Wertungstagen.

Simon Schmidt-Meinzer